Wenn Worte meine Sprache wären

Kennst du das? Du möchtest etwas sagen und du weißt nicht wie?
Kennst du das? Du möchtest etwas sagen und du weißt nicht wie?

oder anders ausgedrückt...

 

Warum fällt es mir schwer, zu sagen,   

was ich denke?

Ist es die Ablehnung von anderen, wenn man etwas Falsches sagt, oder das Missverständnis, was durch die Wortwahl hervorgebracht werden könnte? Was ist es? Was hindert mich daran? Habe ich zu wenig Selbstvertrauen, Selbstachtung, zu wenig Selbstwertgefühl? Warum sehe ich mich als Versager, wenn mir etwas über die Lippen kommt, was bei den anderen ein Kopfschütteln herrufen könnte? Warum sind die Selbstzweifel in Begebenheiten immer wieder so präsent?


 

Worin liegt die Ursache für das nicht Aussprechen können dessen, was man sagen möchte?

Jedes Gefühl ist erlebnis- oder erfahrungsbedingt in uns "abgespeichert" und hat eine Herkunft. Wie so viele Gewohnheiten, Gedanken- und Verhaltensmuster, hat auch das Angstgefühl vor dem Aussprechen, was man denkt, seine Wurzeln im sozialen Umfeld.

 

Verhaltensweisen, die sich als Erwachsener zeigen oder unterdrückt werden, haben ihren Ursprung im Kindesalter.

Diese Muster, sich nicht mehr zu trauen, etwas zu sagen, wird mit einem Erlebnis aus der Vergangenheit in Verbindung gebracht, welches sehr unangenehm im Gedächtnis blieb und deshalb nicht mehr wahrgenommen werden möchte.

 

Ein sehr autoritäres Elternhaus, in dem die Meinung nicht zugelassen bzw. versagt wurde, spielt eine große Rolle für das jetzige Verhalten. Die Angst vor verbalen Konflikten/Auseinandersetzungen hat sich tief eingeprägt und hat Diskusskions- und Durchsetzungsfähigkeit im Keim erstickt, weil es nicht erwünscht war.

 

Und was machen wir heute als Erwachsener, wenn ein Konflikt ansteht? Aus einer Situation flüchten oder ihr ausweichen.

Das Gefühl, unterlegen sein zu können, oder ein Ziel nicht erreichen zu können, untersagt uns, zu agieren oder zu reagieren.

Genau hier liegt das Problem. Der abgespaltene innere Seelenanteil möchte nicht mehr im Dunkeln verweilen, sondern ans Licht, angenommen werden.

 

Was ist hilfreich?

 

Sich aus diesem Teufelskreis, der er ja ist, befreien. Dies kann nur geschehen, wenn das damit verbundene Gefühl angenommen und nicht weiter verdrängt wird. Verdrängung erzeugt nur noch mehr Leid. Diese unterdrückten Anteile machen nämlich eins, sie tun alles dafür, um wahrgenommen zu werden, und bedienen sich deshalb einer ganz starken "Waffe". Sie verstärken durch das Verdrängen ihre Dynamik und zeigen uns somit, dass wir durch die Abspaltung genau das Gegenteil bewirken. Unser Umfeld, Menschen, die sich von diesen Energien angezogen fühlen, spiegeln nämlich die eigenen inneren Anteile wider. Sie sind also immer präsent, ob es uns gefällt oder nicht.

 

Wenn wir den zu uns gehörenden Persönlichkeitsanteilen nicht begegnen, sondern sie weiter mit aller Macht und uns zur Verfügung stehenden Energien versuchen, zu verdrängen, führen wir weiter ein mit uns selbst unstimmiges Leben.

Bleiben unzufrieden und schaffen weiteren Nährboden für unausgeglichene Tage.

 

Verwandle deine alten Muster und Verhaltensweisen in Annahme und Liebe. Sie sind ein Teil von dir und möchten integriert werden. Schau nicht länger weg und investiere deine wertvollen Energien in die Ablehnung. Der Schlüssel zu einem erfüllten Leben liegt in dir!

 

  

Margit Schadwill 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Dieter Helmer (Sonntag, 12 Februar 2017 16:55)

    Liebe Margit,
    lange Jahre habe ich mich mit meiner Meinung auch immer zurück gehalten. Ich hatte zwar durchaus meine Meinung, aber ich habe mich nicht getraut, diese Meinung offen zu sagen und traute mich auch nicht, sie zu vertreten. Durch unsere Wegbegleitung habe ich festgestellt, dass die Ursachen dafür in meiner Kindheit lagen. Und im Laufe meines Lebens als Erwachsener hatte sich meine Zurückhaltung immer mehr verfestig. Unter Deiner einfühlsamen Anleitung lerne ich nun immer mehr mein Selbstbewusstsein und mein Selbstvertrauen zu steigern. Und je mehr mir dies gelingt, desto leichter fällt es mir nun auch, meine Meinung zu sagen und auch gegen mögliche Widerstände zu vertreten. Dies wird dann von den anderen auch akzeptiert. Und mit den zunehmenden Erfolgen werde ich immer selbstbewusster. Ich möchte Dir daher für die wertvollen Impulse, die Du mir durch unsere Wegbegleitung gibst sehr herzlich danken.
    Liebe Grüße
    Dieter